Platinen Ätzen

Aus LaborWiki
Version vom 28. September 2008, 22:03 Uhr von Soeren (Diskussion | Beiträge) (Layout belichten)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Im Labor haben wir ein Ätzbad, sowie nie nötigen Chemikalien um selbst Platinen zu ätzen. Diese Kurze Anleitung soll Dir helfen, mit den Gerätschaften im Labor besser umgehen zu können.

Layout drucken

An dem Rechner Dabo ist ein Laserdrucker angeschlossen, mit dem Du Dein Layout drucken kannst. Als Papier eignet sich am Besten Transparentpapier. Dieses Papier ist in jedem Schreibwarenladen erhältlich, ist aber leider nicht ganz preiswert.

Bevor Du also den Ausdruck auf dem Transparentpapier anfertigst, solltest Du zunächst einen Probeausdruck auf gewöhnlichem Papier anfertigen und die Bauteile probeweise einmal drauflegen um zu sehen ob alles passt.

Wenn der Probeausdruck in zufriedenstellender Qualität rauskommt, schiebe das Transparentpapier in den Schlitz möglichst gerade vorne am Drucker ein. Wenn man das Papier ein Stück weit hinenschiebt, zieht der Drucker es von selbst ein und hält es fest.


Layout belichten

Nun ist es Zeit, das Layout zu belichten. Wir verwenden dazu sog. fotopositiv beschichtete Platinen. Im Labor ist auch ein kleiner Vorrat an Platinen vorhanden. Wir haben einseitige und doppelseitige Platinen. Wenn Du ein einseitiges Platinenlayout hast, nimm bitte auch die einseitigen Platinen - alles Andere wäre Verschwendung.

Zerr das große blaue Belichtungsgerät unter dem Tisch hervor und schliesse es an. Unter dem großen Blauen Deckel befindet sich noch ein "Deckel" aus Plastikfolie. Hebe auch diesen Deckel an und ziehe nun das Papier von der Platine. Nun lege die Platine mit der zu belichtenden Seite nach oben in das Belichtungsgerät und das bedruckte Transparentpapier darüber (Achtung, nicht spiegelverkehrt hinlegen!).

Schliesse den Deckel und achte dabei darauf, das keine Luftblasen zwischen Platine, Papier und Plastikfolie entstehen.

Stelle den Timer auf etwa 2¼ Minuten Belichtungszeit und schalte das Gerät ein.

Während Du auf das Belichtungsgerät arbeitet, kannst Du schonmal das Ätzbad fertig machen. Nehme die Luftpumpe des Ätzbades und stelle sie auf eine höher gelegene Unterlage als das Ätzbad. Achte darauf das sie sicher steht, denn die Pumpe vibriert während des Betriebs und schleicht sich gerne vom Tisch wenn man nicht drauf achtet.

Stecke danach die Stecker des Heizstabes und der Pumpe in eine nahe gelegene Steckdose. Nun sollten Luftblasen in dem Ätzbad aufsteigen und die Glimmlampe am Heizstab leuchten.

Platine entwickeln

Nehme nun den Entwickler aus der Kiste und mische ihn mit Wasser entsprechend den Angaben auf der Verpackung (ca. ½ Messlöffel). Kippe die Mischung in die weisse Plastikschale und lege die Platine hinein. Nimm nach ziemlich genau einer Minute die Platine heraus, wasche sie ab und klemme sie in die dafür vorgesehene Vorrichtung in der Ätzmaschine ein.

Platine ätzen

Das Ätzen der Platine dauert zwischen 20 und 60 Minuten - je nachdem wie gesättigt die im Ätzbad schwimmende Säure gerade ist. Wie schon zuvor erwähnt sollte die Flüssigkeit bereits auf Temperatur und die Luftpumpe angeschaltet sein. Die Luftpumpe sollte höher gelegen sein, als das Ätzbad! Das ist wichtig, denn sonst fliesst die Säure in die Pumpe und zerstört sie.

Während das Ätzbad arbeitet, nutze die Zeit und räume deinen Arbeitsplatz ein wenig auf:

  • Den Entwickler in die Plastikflasche kippen
  • Etwaiige Flecken abwischen
  • Entwicklerschale mit Wasser ausspülen

Die Platine wird deutlich lichtdurchlässiger wenn sie fertig ist. Wenn Du eine Lampe hinter das Ätzbad legst und von Vorne durschaust, siehst Du deutlich wie sich die Leiterbahnen vom Rest erheben.

Die Platine ist fertig, wenn alle Überreste des übrigen Kupfers verschwunden sind. Achte auch bei den feinen Leiterbahnen darauf, das dazwischen keine Überreste sind. Du kannst den Prozess etwas beschleunigen wenn Du die Platinenhalterung ganz vorsichtig rauf und runter schwenkst im Ätzbad.